Zum beginnenden Herbst Ende September verbrachten 14 Teilnehmer mit Wanderführerin Brigitte Hansen drei Wandertage im Dreiländereck Deutschland/Luxemburg/Belgien mit Standquartier im Hotel „Im Pfenn“ in Irrhausen.


Am Anreisetag gingen wir direkt vom Hotel los durch das romantische Tal am Flüsschen Irsen entlang, auf abwechslungseichen Wegen durch Wälder und über Wiesenwege zu dem höher gelegenen Ort Olmscheid und von da zurück nach Irrhausen, wo uns ein gutes Abendessen erwartete. Zuvor begrüßte uns der Vorsitzende der Ortsgruppe Daleiden, Dieter Thommes, und erzählte uns von seinen Aktivitäten im Islek.
Während wir am ersten Tag Sonnenschein hatten, fuhren wir am zweiten Tag durch dicken Nebel zu unserem Ausgangsort Keppeshausen. Nach einem leichten Anstieg durch den Wald kamen wir auf die Höhe zu einem Aussichtsplatz, wo sich der Nebel nun ganz langsam lichtete und uns allmählich den Blick auf die Ourschleife freigab. Auf der gegenüberliegenden Luxemburger Seite war das Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerks Vianden nur zu ahnen, aber bei einem Autostopp auf der Rückfahrt zu sehen. Vom Aussichtspunkt aus führte der Weg durch den Wald zur Burgruine Falkenstein und weiter auf dem Mosel-Our-Weg, einem Hauptweg des Eifelvereins, zunächst in schmalen Serpentinen bergab und dann entlang der Our zurück zum Hotel. Weil es noch relativ früh am Nachmittag war, fuhren wir mit den Autos zuerst nach Eschfeld und besichtigten die Kirche, die in den Jahren 1906 – 1921 von Pfarrer Christoph März an Decken und Wänden vollständig ausgemalt wurde. In der Nähe befindet sich die Betondecke eines Westwall-Bunkers, die sich bei der Sprengung aufrecht gestellt hatte. Von Eschfeld fuhren wir weiter auf schmalen Sträßchen durch eine abgeschiedene Gegend nach Ouren auf der belgischen Seite zum Europadenkmal, das 1977 von der Europäischen Vereinigung Eifel-Ardennen eingeweiht wurde.
Die letzte Wanderung brachte ein kleines Abenteuer mit sich, nämlich Wasser von unten und oben. Wir fuhren nach Geichlingen und Berscheid, wo ein Auto blieb, und wanderten von dort leicht bergab ins Gaybachtal. Durch dieses liebliche Wiesental schlängelt sich in großzügigen Mäandern der Bach, den wir allerdings fast zwanzigmal durchqueren mussten. Da der trockene Sommer gerade vorbei war, hatte das Flüsschen ziemlich viel Wasser und die Wanderführerin verteilte Müllsäcke als Überzieher für die Schuhe, was für große Heiterkeit sorgte. So kamen wir trotz einsetzenden Regens gut durch das Tal und gingen auf dem Matthiasweg nach Geichlingen, wo wir zur Heimreise starteten.
Unsere Gruppe dankte Brigitte Hansen für die ausgezeichnete Vorbereitung und gelungene Durchführung der Wandertage in einem von Deutschen wenig besuchten Gebiet.

 

Fotos: Therese Zilligen, Brigitte Hansen