Jedes Jahr organisiert der Vorstand eine Tagesfahrt als Dank für die ehrenamtliche Tätigkeit der Wanderführer. In diesem Jahr war das Ziel Namur als Hauptstadt von Wallonien und die einige Kilometer entfernt liegende Abtei Maredsous. Federführend bei der Vorbereitung waren die Vorsitzende Anita Kruppert und als Französisch-Experte Rudolf Schmillen.
Nach fast drei Stunden Busfahrt war das erste Ziel die 190 m hoch gelegene Zitadelle von Namur, wo Stefan Brosowski seine ausgezeichnete Führung eröffnete, die er in drei Teile gliederte: militärisches, weltliches und kirchliches Namur. Von oben fasziniert der Blick auf die Stadt am Zusammenfluss von Meuse (Maas) und Sambre.
Dorthin stiegen wir nun hinab und Stefan Brosowski führte uns durch die Fußgängerzone der Altstadt mit ihren Gassen voll urbanen Lebens. Der Weg führte zur Kathedrale Saint-Aubain, die im 18. Jh. als Zentralbau im klassizistischen Stil erbaut wurde, aber auch barocke Elemente aufweist.
Nach einer kurzen Mittagspause fuhren wir zur Abtei Maredsous, wo es eine lebendige deutschsprachige Führung gab. Alle waren beeindruckt von der gewaltigen Größe dieses Gebäudekomplexes, das heute noch seine Funktion als Benediktinerkloster erfüllt gemäß der Regel des heiligen Benedikt „Bete und arbeite“. Gegründet wurde es 1872 durch entsandte Mönche vom deutschen Kloster Beuron aus und im neugotischen Stil erbaut. Die Abtei Maredsous gehört inzwischen wie die Trierer Abtei St. Matthias zur Kongregation "Congrégation de l'Annonciation de la Vierge Marie" (Kongregation von der Verkündigung der seligen Jungfrau Maria).
Nach der Besichtigung der riesigen Kirche nahmen wir unser Abendessen im Gasthaus des Klosters ein und fuhren mit reichen Eindrücken dankbar nach Trier zurück.

 

Fotos: Andy May