DSC04912 Leipzig

30 Teilnehmer erlebten vom 26. – 29. August mit ihrem Wanderhirten Thomas Geiben die sächsische Bürgerstadt Leipzig mit vielen Facetten.

 

 

Gleich nach der Ankunft und dem Hotelbezug (DaysInn) führte uns Thomas zu einem ersten Rundgang durch die Altstadt, wo wir am Abend das Kabarett Pfeffermühle besuchten und uns über Loriot-Sketche amüsierten.
Am nächsten Vormittag stand eine Bootsfahrt über die weiße Elster im früheren Industriegebiet Plagwitz auf dem Programm und wir staunten über die renovierten oder neuen Gebäude am Ufer und die vielen Brücken in dem „Klein-Venedig“. Nach der Mittagspause besuchten wir das Panometer mit dem Panoarama der untergegangenen Titanic von dem Künstler Asisi und das Völkerschlacht-Denkmal, das an den Sieg der Alliierten über Napoleon 1813 erinnert. Am frühen Abend konnten wir auf dem Marktplatz vor dem alten Rathaus eine eindrucksvolle akustische Darbietung der Szene vor genau 200 Jahren hören, nämlich die Verurteilung und Hinrichtung von Christian Woyzek an dieser Stelle. Zum Abendessen besuchten wir „Zills Tunnel“ in der Kneipenmeile Drallewatsch, wo das Lied „Das Wandern ist des Müllers Lust“ entstanden sein soll, passend dazu sangen wir die erste Strophe.
Der Montag wurde eröffnet mit einer dreistündigen Stadtführung mit Karsten Pietsch, der seine Sachkenntnis mit humorvollen Einlagen würzte. Beeindruckend die Thomaskirche aus dem 12. Und 15. Jh. mit dem Grab von Johann Sebastian Bach, der dort ab 1723 Kantor war und den berühmten Thomanerchor leitete. Oder die Nikolaikirche aus dem 12. Und 18. Jh., mit dem Kirchhof zusammen Schauplatz der friedlichen Revolution 1989, die das Ende der DDR einleitete. Dem gegenüber steht das moderne Leipzig mit dem Cityturm und der neuen Universität an Stelle der früheren Augustuskirche, gegenüber das Gewandhaus von 1981. Interessant auch der Gang durch die Gebäudekomplexe mit ihren Höfen und Galerien.                                                                                                                                                  Nach der Mittagspause fuhren wir nach Gohlis, wo Friedrich Schiller 1785 den Sommer verbrachte und u.a. die Ode an die Freude schrieb. Das Gohliser Schlösschen, eine Perle des Barock, wurde als Sommerfrische eines reichen Leipziger Ratsherrn errichtet. Durch das Rosental und wohlhabende Waldstraßenviertel spazierten wir ins Zentrum zurück. Seinen Abschluss fand der Tag mit einer Einkehr in Auerbachs Keller und auf dem Naschmarkt, wo wir unserem Wanderhirten Thomas für die hervorragende Organisation dankten.
Der letzte Vormittag stand zur freien Verfügung, ehe die Trierer Gruppe mit der Bahn wieder nach Hause fuhr.