
Bei der letzten Dienstagswanderung im Jahr 2025 durch die vier Trierer Stadtteile Weismark, Heiligkreuz, Olewig und Trier-Süd zum Schönstätter Marienkapellchen wurden dieses Mal zwei Vorträge gehalten.
Erste Vortragende war Agnes Solga, selbst langjährige Teilnehmerin an diesen Touren. Wie all die Jahre vorher, hat Agnes es dabei wiederum geschafft, das zu Ende gehende Jahr nicht nur Revue passieren zu lassen, sondern ihrer Rede - die sie in der Eigenschaft als Nikolaus bereits bei der Weihnachtsfeier des Eifelvereins gehalten hatte - durch die Versform eine ganz eigene Atmosphäre zu geben.
Der Rückblick wurde dadurch mehr als nur eine Aufzählung vergangener Taten, da Agnes uns noch einmal stimmungsvoll mitnahm auf die vielen neuen und vertrauten Wege, auf all die An- und Abstiege, die wir Wandersleute im Laufe des Jahres gemeinsam durch Wälder, Wiesen und Auen in nah und fern unternommen haben.
Auch wollte sie die vielen schönen und bereichernden Begegnungen nicht vergessen wissen, die wir unterwegs mit den zahlreichen Mitwanderinnen und Mitwanderern erfahren konnten. Am Ende gab es viel Beifall und ein herzliches Dankeschön seitens der 44 anwesenden Wandersleute für die Zeit und die Mühe, die Agnes auf sich genommen hat um unser Wanderjahr in Poesie zu verwandeln.
Zweiter Vortragender war WF Rudolf Schmillen, der in leicht abgewandelter Form eine Geschichte erzählte, die sich vor langer Zeit im Weihnachtsdorf bei den Rentieren hoch oben im Norden Europas abspielte. Dort lebten auch sein Namensvetter, der Rentierbursche Rudolf, bekannt wegen seiner leuchtend roten Nase sowie die Rentierelfe Ilona, bekannt wegen ihrer wackelnden Ohren. Beide wegen ihrer sonderlichen Äußerlichkeiten verspottet und ausgegrenzt, schließen bald innige Freundschaft miteinander. Als dann an Heiligabend der ebenfalls dort lebende Weihnachtsmann feststellen musste, dass aufgrund dichten Nebels und starken Schneefalls die Geschenkeauslieferung an die Kinder auf der Erde auszufallen drohte, erkannt er in seiner Notlage die Talente dieser beiden jungen Rentiere. Rudolfs rote Nase sollte ihm als Nebelscheinwerfer am Weihnachtsschlitten dienen und Ilonas Wackelohren sollten ihm den Schnee vom Leibe fernhalten. Überglücklich diese Aufgaben unternehmen zu können, stimmten beide diesem Vorschlag zu und somit war die Weihnachtsbescherung für die Erdenkinder gerettet. Nach der Rückkehr ins Weihnachtsdorf wurden Rudolf und Ilona für ihre Rettungstat von allen begeistert gefeiert. Als hätte es nie eine Hänselei gegeben, waren sie allesamt stolz auf die Rettungstat der beiden. (Etwaige Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt).
Im Namen aller Teilnehmer hatte bereits zu Beginn der Tour die Mitwanderin Gisela Kohr Rudolf für seine Wanderführungen im abgelaufenen Jahr gedankt und ihm ein Präsent überreicht.
Text von Rudolf Schmillen, Fotos von Rita Becker