20220906 132100 Vianden

Am 6.9.2022 machten sich 11 Radler auf den Weg nach Vianden.

 

 

Dazu radelten sie aus ihren verschiedenen Herkunftsorten zum Bahnhof Wasserbillig. Von dort fuhren sie mit dem Zug zunächst zum Luxemburger Hauptbahnhof, wo der RE mit Verspätung eintraf. Wegen dieser Verspätung erfolgte der Umstieg in den Zug nach Ettelbrück etwas hektisch, denn wir mussten in wenigen Minuten von Gleis 11 unseren Anschlusszug auf Gleis 3 erreichen. Aber mit gegenseitiger Hilfe gelang uns dies. In Ettelbrück angekommen radelten wir bis Diekirch. Ab hier kannte Manfred eine neue Route zum Staubecken in Vianden auf dem Nikolausberg. Dieser Weg führte mit stetiger allmählicher Steigung auf wenig befahrener Landstraße durch ein herrliches enges Tal. Von weitem sahen wir einen kleinen Teil der Ruine Brandenbourg. Zum Schluss ging es steiler bergan nach Nachtmanderscheid, wohl kaum jemand hatte diesen Namen jemals gehört. Am Oberbecken angekommen stiegen wir den Aussichtsturm hoch und hatten einen tollen Blick auf die sehr große Wasserfläche des Oberstaus. Das Kraftwerk wurde 1964 eingeweiht und gehört zu 40% dem RWE. Bei Strommangel stürzt das Wasser 500 Meter in die Tiefe und treibt dabei Turbinen an, die den benötigten Strom erzeugen. Bei Stromüberschuss wird das Wasser wieder hochgepumpt und füllt das Becken, bereit für den nächsten Absturz. Wir ließen unsere Räder steil bergab rollen und machten auf der Terrasse eines Viandener Hotels die wohlverdiente Mittagspause. Danach ging es weiter nach Wallendorf, wo eine wichtige Entscheidung anstand: Fahren wir den kürzeren Weg zum Bahnhof Ettelbrück zurück oder radeln wir den langen Weg zurück bis Konz? Wir entschieden uns für die lange Variante und traten fest in die Pedale; auch ein e-bike fährt nicht von alleine. Dieser lange Weg über Bollendorf und Echternach erforderte nochmals eine kurze Verschnaufpause in Hinkel. 1 Fahrrad-Akku hatte schlapp gemacht, und der Fahrer ließ sich von seiner Frau mit dem Auto abholen. Die anderen erreichten sicher das Ziel, Konz, und fuhren von dort weiter in ihre Wohnorte. Durch diese längere Route hatten einige von uns fast 120 km zurückgelegt, und das ist für die Generation Ü70 eine beachtliche Leistung.

Text u. Fotos: Heribert Kahren