In den 50er und 60er Jahren waren die Karnevalsveranstaltungen der Ortsgruppe Höhepunkte im Gesellschaftsleben der Stadt, wie umfangreiche Berichte der Lokalpresse zeigen. Als „Nachtwanderung ohne genagelte Schuh" gingen sie in die Geschichte ein.

Vorstandsmitglieder und Wanderführer verwandelten sich in Figuren der antiken Götterwelt, in den Dichter Ausonius, den Glöckner vom Gangolfsturm, eine Trierer Nonne, Max und Moritz, den Lehrer Lämpel oder andere Gestalten und unterhielten das zahlreiche Publikum mit ihren Reden aufs beste. Musikkapellen spielten bis in die frühen Morgenstunden zum Tanz auf.

Auch in den 70er und 8oer Jahren wurde noch Karneval gefeiert mit Büttenreden und Tanz, belebt vor allem durch den Mundartdichter Addi Merten, es gab Vorführungen durch den Tanzkreis der Senioren, der von den 70er Jahren bis Mitte der 90er bestand. Das Interesse an dieser Art Geselligkeit wurde jedoch allmählich geringer bei dem immer größer werdenden allgemeinen Angebot und wurde in den letzten Jahren deshalb nicht mehr durchgeführt.

Geblieben sind jedoch bis heute das jährliche Herbstfest und die vorweihnachtliche Feier im Deutschen Hof, bei deren Gestaltung immer noch ein Singkreis mitwirkt, der sich jeden Monat trifft.