Vom 7. – 13. Juni unternahmen 6 Radlerinnen und 3 Radler mit Lothar Thösen aus Thalfang und Oswald Hentges eine Radwanderwoche zu fünf Münchner See.

 

Die Anreise nach München und die Rückfahrt erfolgten mit dem Radlerbus Thösen. Während der Woche wurde das Gepäck von dem Unternehmen Austria transportiert, die Hotels gehörten zur 4-Sterne-Klasse.Die Radwege waren recht unterschiedlich, führten zum großen Teil über asphaltierte, oft hügelige Wege und Straßen, aber auch Schotterwege und unwegsame Waldwege, wo zeitweise das Schieben der Räder angesagt war.

Am 1. Tag radelten wir die Strecke von München nach Herrsching am Ammersee und nach einem kurzen Besuch von Kloster Andechs, wo uns ein Gewitter überraschte, nach Starnberg. Weil wir unterwegs Schutz in einer Scheune gefunden hatten, kamen wir dort nach insgesamt 75 Kilometern recht spät an. Zum Glück war dies der einzige Regen während unserer Touren, aber bis auf die beiden letzten Tage blieben die hohen Berge hinter Wolken verborgen.

Am nächsten Tag ging es weiter 26 km entlang dem Starnberger See und durch kleine Orte 34 km bis nach Murnau am Staffelsee, wo wir am Nachmittag noch Zeit zu einem Bummel durch den malerischen Ort hatten, ehe wir im Krags Brauhaus zu Abend aßen. Von Murnau aus führte die Route über Ohlstadt und Großweil nach Kochel am See und wir besuchten hier die barocke Kirche und das Grab des Malers Franz Marc. Wenige Kilometer weiter hielten wir Mittagsrast in Benediktbeuern, wo wir die Klosterkirche besichtigen und uns im Biergarten stärkten. Weiter radelten wir durch Bad Heilbrunn nach Bad Tölz und hatten nach 50 km auch hier wieder Zeit uns die schöne Altstadt anzusehen.

Der 4. Tag bot trotz kürzester Strecke von 36 km im ersten Teil die beschwerlichste, denn sie führte etwa 15 km auf dem unwegsamen Bodensee–Königssee-Radweg, ehe wir mit Vergnügen rund um den Tegernsee nach Bad Wiessee radelten. Unterwegs hatten wir noch eine schöne Kaffeepause auf einer Terrasse am See in Rotach-Egern und erholten uns in Bad Wiessee bei einem Spaziergang am See.
Am letzten Radtag radelten wir unter blauem Himmel nach einigen Aufstiegen auf überwiegend flacher oder leicht abfallenden Strecke zurück nach München, hielten Mittagsrast in einem Biergarten in Sauerlach und kamen viel durch schattigen Wald, ehe wir nach 65 km am Zielort eintrafen. Wir übernachteten im Hotel Angelo und gingen zum Abschluss in einen nahen Biergarten.
Am nächsten Morgen fuhr Lothar den Kleinbus mit Anhänger in die Tiefgarage, die drei Männer luden die Räder auf – dann wurde es spannend, denn es war fast unmöglich, das lange Gefährt durch die Ausfahrt zu bringen. Mehrmals wollte der Fahrer den Anhänger abkoppeln, doch schaffte er es mit Millimeter-Arbeit den Wagen zu wenden (!) und mit dem Anhänger durch die schmale Ausfahrt zu lenken. Die Rückfahrt nach Trier verlief dann ohne weitere Probleme und wir dankten den Organisatoren für die gelungene Woche.

(Therese Zilligen)

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